Frühstück auf der Szene

Das Kollektiv FRADS Frühstück auf der Szene ist in den Bereichen Theater, Literatur und Performance tätig. Das Kernkollektiv bilden Alexandra Portmann, Anna Messmer, Lucia Flachs Nóbrega-Bühler und Ruth Huber. Die aus verschiedenen Kunstsparten stammenden Mitglieder haben im Frühjahr 2010 bei einem kreativen Picknick über den Dächern von Bern zusammen gefunden. Die erste Produktion «Zehn Wahrheiten. Ein Szenisches Lesespektakel mit Kurzgeschichten von Miranda July» wurde mit dem Trudy-Schlatter-Preis 2010 der Frauenzentrale Bern ausgezeichnet und wird seit 2011 in verschiedenen Schweizer Städten aufgeführt. Die zweite Produktion «Geld oder Leben», ein Theaterabend nach dem gleichnamigen Roman von Birgit Vanderbeke, hatte im Herbst 2012 Premiere.

Neben Arbeiten für die Bühne entwickelt FRADS auch interaktive Installationen, welche als Begegnungs- und Erfahrungsräume zu einem bestimmten Thema funktionieren. So war FRADS mit den Installationen «Umschlagplatz für Immaterielles Kulturerbe» und «ZELTOMAT. Document your Favorite Sleeping Positions» unter anderem in der Alten Reithalle in Aarau und am Festival «PERFORM NOW» in Winterthur zu sehen.

 

Biografien

Alexandra Portmann (1985, geboren in St. Gallen) hat von 2005 bis 2011 Philosophie und Theaterwissenschaft (MA) in Bern studiert. Zurzeit promoviert sie am Institut für Theaterwissenschaft der Universität Bern und arbeitet als Assistentin in der Lehre. Während ihres Studiums absolvierte sie Praktika an verschiedenen Theatern in der Schweiz (z.B. Theater St. Gallen, Stadttheater Bern und Theater am Neumarkt Zürich) und arbeitete als Dramaturgieassistentin am Jugoslawischen Schauspielhaus (Jugoslovensko Dramsko Pozori & scaronte)  in Belgrad («Na dnu» (Nachtasyl) von Maxim Gorki in der Regie von Paolo Magelli). Neben zahlreichen Praktika und Assistenzen engagierte sie sich in Regie und Produktionsleitung im Berner StudentInnen Theater (BeST 2008/2009). Im Mai 2009 beteiligte sie sich mit einem eigenen Text am Projekt «Wissens-bisse». Von 2009-2011 arbeitete sie als Journalistin für das Kultur-magazin «ensuite».

Anna Messmer (1984, geboren in Berlin) hat im Sommer 2013 den Bachelor in Schauspiel (BA Theater) an der Hochschule der Künste in Bern abgeschlossen. Zuvor studierte sie von 2005 bis 2011 Germanistik und Theaterwissenschaft (MA) in Bern. Sie spielte in verschiedenen Produktionen mit, u.a. am Theater Basel unter der Regie von Volker Lösch in «Angst» von Robert Harris (2013), in der Ensembleproduktion an der HKB «Hamlet. Tot» unter der Regie von Nils Torpus (2013), in diversen schulinternen Projekten an der HKB (2011/2012/2013), im Berner StudentInnen Theater (BeST 2008/2009/2010) und im Projekt «Wissensbisse» im Schlachthaus-theater Bern (2009). Desweiteren absolvierte sie verschiedene Improvisations- und Darstellungskurse. Sie hat langjährige Musik-erfahrung (Violoncello, Klavier und Gesang) und war Mitglied der Irish- und Folkband Luchair.

Lucia Flachs Nóbrega-Bühler (1985, geboren in St. Gallen) studierte Kulturwissenschaften mit Major Geschichte (MA) an der Universität Luzern. Sie absolvierte verschiedene Praktika, u.a. im Théâtre du Passage in Neuchâtel bei der Inszenierung «Une lune pour les déshérités» von Eugene O’Neill, im Büro für Fotografiegeschichte in Bern, beim St. Galler Tagblatt und bei SRF. Ausserdem veröffentlichte sie einen Artikel in der Zeitschrift «Fotogeschichte». Im Rahmen der Ausstellung «Erziehungsanstalt Sonnenberg – Ein Lehrbeispiel» im Museum Bellpark in Kriens hielt sie einen öffentlichen Vortrag über ihre Bachelor-Arbeit. Sie arbeitet als Kulturwissenschaftlerin und Historikerin. Zu ihren Projekten gehört ein Fotoband über den Bündner Fotografen Rudolf Grass. Der Fotoband wurde 2015 im Limmat Verlag veröffentlicht.

Ruth Huber (1984, geboren in Aarau) ist in Suhr aufgewachsen, wo sie die obligatorische Schulzeit absolvierte. Nach der Matura zog sie aareaufwärts und studierte von 2005 bis 2011 in Bern Germanistik und Theaterwissenschaft (MA). Sie arbeite als freischaffende Schauspielerin und Regisseurin mit verschiedenen Gruppen. Beim Theaterkollektiv FRADS Frühstück auf der Szene ist sie seit 2010 als Schauspielerin und Produktionsleiterin tätig. 2011-2013 inszeniert sie einmal jährlich für SZENART «Geschichten aus der Altstadt». 2014 folgte der Audi-Walk «Industrial Radio», 2015 die theatrale Nachtschwärmerei «Playland» zusammen mit Theater-Pack und dem Aargauer Literaturhaus. Sie wirkte in verschiedenen anderen Produktionen als Schauspielerin mit, u.a. im Projekt «Wissensbisse» im Schlachthaus Theater Bern. Schauspiellektionen absolvierte sie bei Diana Dengler, Stadttheater St. Gallen. Seit 2007 arbeitet sie als Schauspielerin und Projektleiterin bei StattLand in Bern. Zudem ist sie seit 2012 als Mitglied der Compagnie Le Caméléon im Bereich Forumtheater in Schulen tätig. Zurzeit arbeitet sie als Regisseurin für das Landschaftstheater Lenzburg. Ruth Huber lebt in Suhr.